Satzung

 

LEITGEDANKEN

Der Friedenskreis sieht sich verpflichtet, Frieden, Toleranz und Völkerverständigung zu fördern. Dies geschieht vor dem Hintergrund zweier verheerender Weltkriege und den Gräueltaten des nationalsozialistischen Deutschland.
Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs setzte ein Wettrüsten zwischen den Weltmächten sowie ein weltweit expandierender Waffenhandel ein, an dem Deutschland auch heute in großem Maßstab beteiligt ist.
Alleine durch Kleinwaffen wurde der Tod von mehr als 100 Millionen Menschen verursacht. Trotz weltweit geltender Abrüstungsverträge nach dem sogenannten Kalten Krieg werden Atomwaffen modernisiert und neuartige Angriffswaffen entwickelt (z.B. Cyberwar-Technologie und Kampfdrohnen), die weitere Kriege provozieren und auch einen Dritten Weltkrieg nicht mehr undenkbar erscheinen lassen.
Der Friedenskreis Eutin unterstützt alle Bestrebungen zur Schaffung einer gerechten Wirtschaftsordnung sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Nur so werden die Regeneration der Umwelt ermöglicht und die Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen gesichert. Dies sehen wir als unabdingbare Voraussetzung friedlicher Entwicklung an.
Der Friedenskreis versteht sich als Gemeinschaft von Friedensaktivisten und Teil des internationalen Friedensnetzwerkes. Er beruft sich auf die Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte, wie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen deklariert; ferner auf die Präambel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, in der es vom Deutschen Volk heißt, es sei „von dem Willen beseelt… dem Frieden der Welt zu dienen“; schließlich auf das Friedensgebot des Grundgesetzes, Artikel 26. Der Friedenskreis bekennt sich zu Glaubens- und Meinungsfreiheit, Überparteilichkeit, Demokratie und gegenseitigem Respekt.
Die hier folgende Satzung wurde von der Gründungsversammlung am 27. Januar, 1982 beschlossen und auf außerordentlichen Mitgliederversammlungen verändert bzw. ergänzt.
Am 27.09.2016 wurden der Satzung die Leitgedanken vorangestellt.

SATZUNG

§ 1 Name und Sitz
Der Verein trägt den Namen Friedenskreis Eutin e.V.
Er hat seinen Sitz in Eutin.
Der Friedenskreis Eutin e.V. ist eine unabhängige und überparteiliche Arbeits- und Interessengemeinschaft in Form eines Vereins.
Er wurde am 27. Januar 1982 gegründet.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Ziele und Aufgaben
Der Friedenskreis setzt sich auf der Grundlage seiner Leitgedanken ein
– für Vertrauensbildung;
– für friedliche und gewaltfreie Lösungen gesellschaftlicher, innerstaatlicher und
internationaler Konflikte und der ihnen zugrunde liegenden Ursachen;
– für weltweite Abrüstung;
– für ein Verbot von Waffenexporten;
– für die Überwindung von Rassismus, Faschismus, weltanschaulicher und religiöser Intoleranz sowie der Ausgrenzung von Minderheiten sowie der Unterdrückung der Frauen.
Diese Ziele fördert der Friedenskreis durch Veranstaltungen wie Vorträge, Diskussionen, Filme, Gedenkveranstaltungen und durch Straßenaktionen, Sammlungen, Hilfsaktionen und Presseveröffentlichungen.
Dazu sucht er die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Menschen und Gruppen im In- und Ausland.

§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
2. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden.
Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

1. Mitglied kann jede natürliche Person werden, die das 14. Lebensjahr vollendet hat und die Ziele des Vereins unterstützen will.
Der Aufnahmeantrag ist schriftlich an den Vorstand zu stellen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
2. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss, Tod oder Auflösung der juristischen Person.
Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied.
Ein Ausschluss kann nur aus wichtigem Grund erfolgen. Wichtige Gründe sind insbesondere ein die Vereinsziele schädigendes Verhalten, die Verletzung satzungsmäßiger Pflichten oder Beitragsrückstände von mindestens einem Jahr. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied Gelegenheit zur Äußerung zu geben.
Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied die Berufung an die Mitgliederversammlung zu, die schriftlich binnen eines Monats an den Vorstand zu richten ist.
Die Mitgliederversammlung entscheidet im Rahmen des Vereins endgültig. Dem Mitglied bleibt die Überprüfung der Maßnahme durch Anrufung der ordentlichen Gerichte vorbehalten. Die Anrufung eines ordentlichen Gerichts hat aufschiebende Wirkung bis zur Rechtskraft der gerichtlichen Entscheidung.
3. Die Höhe des monatlichen Mitgliedsbeitrages beschließt die Mitgliederversammlung.

§ 5 Organe

1. Die Mitgliederversammlung
2. Der Vorstand

§ 6 Die Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere die Wahl und Abwahl des Vorstands, Entlastung des Vorstands, Entgegennahme der Berichte des Vorstandes, Wahl der Kassenprüfern/innen Festsetzung von Beiträgen und deren Fälligkeit, Beschlussfassung über die Änderung der Satzung, Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins, Entscheidung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern in Berufungsfällen sowie weitere Aufgaben, soweit sich diese aus der Satzung oder nach dem Gesetz ergeben.
2. Im ersten Quartal des Jahres findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt.
Der Vorstand ist zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verpflichtet, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen verlangt.
3. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von einem Monat schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt als den Mitgliedern zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein bekannt gegebene Anschrift gerichtet war.
Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Mitglied bis spätestens eine Woche vor dem angesetzten Termin schriftlich beantragt. Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung bekannt zumachen.
4. Anträge über die Abwahl des Vorstands, über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins, die den Mitgliedern nicht bereits mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zugegangen sind können erst auf der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen werden.
Die Mitgliederversammlung besteht aus den anwesenden Mitgliedern des Vereins.
Die Mitgliederversammlung wird von einem Vorstandsmitglied geleitet.
Zu Beginn der Mitgliederversammlung ist ein Schriftführer zu wählen.
5. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht kann nur persönlich oder für ein Mitglied unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht ausgeübt werden.
Bei Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
6. Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins können nur mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden Mitglieder beschlossen werden. Bleibt die einberufene Mitgliederversammlung beschlussunfähig, so ist eine neue einzuberufen. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.
Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

§ 7 Der Vorstand

1. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung gewählt und besteht aus vier Personen:
a) dem/der Vorsitzenden
b) dem/der Stellvertreter/in
c) dem/der Schriftführer/in
d) dem/der Kassenwart/in
2. Der Vorstand hat koordinierende Funktion. Jeweils zwei Mitglieder des Vorstandes vertreten den Verein nach außen.

§ 8 Schlussbestimmung

Im Fall einer Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes wird sein Vermögen der „Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste e.V.“ übergeben, die es ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.